Freitag, 21. Mai 2021
high-fiving-mf, 16:39h
Die Wohnungstür fällt ins Schloß und ich bin wieder allein. Das Speditionsunternehmen hat gerade die letzten Möbelpakete geliefert. Ich werde über die Pfingstfeiertage damit beschäftigt sein, die Möbel aufzubauen. Aber gut, das Wetter ist eh bescheiden. Der Frühling soll der kälteste sein seit etlichen Jahrzehnten. Auch eine Folge des Klimawandels, auch wenn diverse Zeitgenossen der Spezies Klimaleugner dies natürlich vehement abstreiten und sogar höhnisch genau das Gegenteil verlautbaren ob der Kälte in diesem Jahr. Wie immer haben diese Leute wenig Ahnung, dafür aber sehr viel Meinung. Die globale Erwärmung führt zu einem schwächeren Temperaturgegensatz zwischen Arktis und den mittleren Breiten. dadurch nehmen die Einströme polarer Luft zu und es bleibt kalt. Auch der viele Schnee Mitte April ist damit zu erklären. Den Klimaleugnern muss man aber mit solchen Argumenten nicht kommen, sie sind einfach in ihrer Religion gefangen. Das gleiche beobachte ich auch bei den Corona-Leugnern. Im Grunde ist es eine besondere Spezies Mensch, die solch ein faktenfernes religionsähnliches Verhalten aufweist.
Aber egal, ich möchte in diesem Blog nicht allzu politisch werden. Fakt ist, ich habe nach langem Kampf endlich meine Eigentumswohnung bezogen. Ich bin nun zwar bis zum Erreichen des Rentanalters verschuldet, aber gut. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich das Gefühl, zu Hause zu sein, angekommen zu sein. Auch wenn ich mir mein Leben ganz und gar anders vorgestellt habe. Der Wohnungskauf war mit einigen juristischen Spagaten und Zugeständnissen an die Gegenseite (dazu irgendwann mehr) verbunden. Letztendlich ist man sich aber einig geworden.
Drei-Zimmer-Küche-Bad-Balkon, in einer mittelgroßen - naja eher kleineren - Stadt am Rande eines Ballungsgebietes. Zur Arbeit benötige ich mit dem Auto etwa 30 Minuten, mit dem Zug etwa 50.
Ich beginne die Pappkartons, in die die Möbelbausätze verpackt sind, zu öffnen. Der Geruch von frischem Holz strömt mir entgegen. Draußen vor dem Fenster haben sich wieder schwarze Regenwolken zusammengerottet. Wenige Minuten zuvor herrschte noch eitler Sonnenschein vor blauem Himmel. Schon beginnt es zu regnen.
Aber egal, ich möchte in diesem Blog nicht allzu politisch werden. Fakt ist, ich habe nach langem Kampf endlich meine Eigentumswohnung bezogen. Ich bin nun zwar bis zum Erreichen des Rentanalters verschuldet, aber gut. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich das Gefühl, zu Hause zu sein, angekommen zu sein. Auch wenn ich mir mein Leben ganz und gar anders vorgestellt habe. Der Wohnungskauf war mit einigen juristischen Spagaten und Zugeständnissen an die Gegenseite (dazu irgendwann mehr) verbunden. Letztendlich ist man sich aber einig geworden.
Drei-Zimmer-Küche-Bad-Balkon, in einer mittelgroßen - naja eher kleineren - Stadt am Rande eines Ballungsgebietes. Zur Arbeit benötige ich mit dem Auto etwa 30 Minuten, mit dem Zug etwa 50.
Ich beginne die Pappkartons, in die die Möbelbausätze verpackt sind, zu öffnen. Der Geruch von frischem Holz strömt mir entgegen. Draußen vor dem Fenster haben sich wieder schwarze Regenwolken zusammengerottet. Wenige Minuten zuvor herrschte noch eitler Sonnenschein vor blauem Himmel. Schon beginnt es zu regnen.
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Donnerstag, 20. Mai 2021
high-fiving-mf, 13:58h
Wtf?! Ein kurzes helles Piepsen ertönt in der Dunkelheit der Nacht und reißt mich aus meinem Schlaf. Ich identifiziere es schnell als Signalton meines Handys, das neben mir auf dem Nachttisch liegt. Ich taste in die Schwärze nach ihm und bekomme es zu greifen. Das Licht des Displays blendet mich ein wenig und ich kneife ein Auge zu. Eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Oder zumindest ist die Nummer mit keinem Namen meines Telefonbuchs verknüpft. Trotzdem kommt mir die Nummer irgendwie bekannt vor. Heutzutage merkt man sich ja keine Telefonnummern mehr, weil man diese im Speicher seines Handys ablegt und nie mehr aus dem Gedächtnis abrufen muss. Hey, wie geht´s Dir? Muss gerade an Dich denken, steht da. Kein Name. Wtf? Wer schreibt mir mitten in der Nacht - es ist fast drei Uhr - so eine Nachricht? Ich grübele kurz über die Nummer nach, dann fällt es mir wieder ein. Ich lege das Handy beiseite. Gott, ist das lange her. Einige Jahre bestimmt. Diese Frau, mit der ich eine Zeit lang eine Art Affäre geführt habe. Das Ende war unschön, seitdem Funkstille. Seit Jahren. Warum zum Geier meldet sie sich jetzt? Mitten in der Nacht? Ich versuche zu ergründen, ob ich noch etwas für sie empfinde und spüre nichts. Ein paar Erinnerungen treten zu Tage, positive wie auch negative. In der Gesamtbilanz überwiegen die negativen. Ich beschließe, nicht zu antworten. Noch einmal greife ich nach dem Handy. Ich überlege, die Nachricht einfach zu löschen. Vorher blockiere ich ihre Nummer. Diese Tragödie soll sich nicht ein zweites Mal wiederholen. Dann drehe ich mich um und schlafe ein.
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